Die Brustvergrößerung mit Eigenfett gilt als besonders natürliche Methode der ästhetischen Brustchirurgie, da sie vollständig mit körpereigenem Gewebe arbeitet. Statt Implantate einzusetzen, wird Fett aus anderen Körperregionen entnommen, aufbereitet und gezielt in die Brust eingebracht. Entscheidend für den Erfolg dieser Methode ist nicht nur die Technik des Fetttransfers, sondern vor allem die Herkunft, Qualität und Verarbeitung des entnommenen Fetts. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist zentral, um realistische Erwartungen an das Ergebnis zu entwickeln und die medizinischen Möglichkeiten korrekt einzuordnen.
Grundprinzip der Brustvergrößerung mit Eigenfett
Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett, auch als autologe Fetttransplantation oder Lipofilling bezeichnet, wird überschüssiges Fettgewebe aus dem eigenen Körper genutzt, um Volumen und Form der Brust zu verbessern. Das Verfahren kombiniert Elemente der Fettabsaugung mit der präzisen Injektionstechnik und verfolgt das Ziel, ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen.
Im Gegensatz zu Implantaten wird kein Fremdmaterial eingebracht. Das transplantierte Fett wird – sofern es gut einheilt – zu einem festen Bestandteil des Brustgewebes. Dadurch verändern sich Haptik und Erscheinungsbild der Brust besonders harmonisch.
Welche Körperzonen als Fettquelle infrage kommen
Die Herkunft des Fetts ist ein zentraler Faktor für die Brustvergrößerung mit Eigenfett. Entnommen wird es aus Körperregionen, in denen ausreichend Fettreserven vorhanden sind und die sich gut für eine Liposuktion eignen. Die Auswahl erfolgt individuell und orientiert sich an Anatomie, Fettverteilung und ästhetischen Zielen der Patientin.
Bauchregion als häufigste Entnahmestelle
Der Bauch ist eine der am häufigsten genutzten Regionen für die Fettentnahme. Viele Patientinnen verfügen hier über stabile Fettdepots, die sich gut absaugen lassen. Gleichzeitig kann die Entnahme zu einer verbesserten Körperkontur führen, was von vielen als zusätzlicher positiver Effekt wahrgenommen wird.
Das Bauchfett eignet sich aufgrund seiner Struktur besonders gut für den Fetttransfer, da es in der Regel eine gute Zellqualität aufweist.
Hüften und Flanken als alternative Fettquelle
Auch die Hüftregion und die sogenannten Flanken sind typische Entnahmebereiche. Fettansammlungen in diesen Zonen sind oft genetisch bedingt und reagieren weniger stark auf Diät oder Sport. Für den Fetttransfer bieten sie eine verlässliche Quelle mit ausreichendem Volumen.
Die Entnahme aus diesem Bereich kann die Silhouette verschlanken und gleichzeitig Material für die Brustvergrößerung liefern.
Oberschenkel als geeignete Entnahmeregion
Die Innen- und Außenseiten der Oberschenkel sind weitere mögliche Fettquellen. Besonders bei Patientinnen mit schlanker Taille, aber stärker ausgeprägten Oberschenkeln, stellt dieser Bereich eine sinnvolle Option dar. Die Fettzellen aus den Oberschenkeln sind häufig gut geeignet für die Transplantation, erfordern jedoch eine besonders schonende Entnahmetechnik.
Gesäßregion und weitere Fettdepots
In ausgewählten Fällen kann auch Fett aus der Gesäßregion oder anderen lokalen Fettdepots entnommen werden. Entscheidend ist dabei stets, dass ausreichend Fett vorhanden ist und die Entnahme die Körperproportionen nicht negativ beeinflusst. Die Auswahl der Region erfolgt immer im Rahmen einer individuellen Planung.
Der Prozess des Fetttransfers im Überblick
Die Brustvergrößerung mit Eigenfett ist ein mehrstufiger Prozess, bei dem jeder einzelne Schritt entscheidend für das Endergebnis ist. Von der Entnahme über die Aufbereitung bis zur Injektion wird das Fett gezielt behandelt, um möglichst viele lebensfähige Fettzellen zu erhalten.
Fettentnahme durch schonende Liposuktion
Im ersten Schritt wird das Fett mithilfe einer Liposuktion entnommen. Dabei kommen spezielle Techniken zum Einsatz, die das Fettgewebe möglichst wenig schädigen. Ziel ist es, intakte Fettzellen zu gewinnen, da nur diese nach der Transplantation dauerhaft einheilen können.
Die Fettabsaugung erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose, abhängig vom Umfang des Eingriffs und der Anzahl der Entnahmestellen.
Aufbereitung und Reinigung des Fetts
Nach der Entnahme wird das Fett aufbereitet. Dieser Schritt ist entscheidend für die Qualität des Transplantats. Dabei werden Blutreste, Flüssigkeiten und beschädigte Zellen entfernt. Übrig bleibt ein konzentriertes Fettgewebe mit hoher Zellviabilität.
Die Aufbereitung sorgt dafür, dass nur gesundes, transplantationsfähiges Fett in die Brust eingebracht wird, was die Einheilungsrate deutlich verbessert.
Präzise Injektion in die Brust
Das gereinigte Fett wird anschließend in kleinen Portionen und über mehrere Ebenen verteilt in die Brust injiziert. Diese Technik ermöglicht eine gleichmäßige Volumenverteilung und unterstützt die Durchblutung des transplantierten Fetts. Eine präzise Injektion ist essenziell, damit die Fettzellen Anschluss an das umliegende Gewebe finden und dauerhaft überleben.
Vorteile der Brustvergrößerung mit Eigenfett
Die Brustvergrößerung mit Eigenfett bietet eine Reihe von Vorteilen, die sie für viele Patientinnen attraktiv machen. Diese Vorteile ergeben sich sowohl aus der biologischen Verträglichkeit als auch aus den ästhetischen Effekten der Methode.

Natürliches Aussehen und natürliches Gefühl
Da ausschließlich körpereigenes Fett verwendet wird, fühlt sich die Brust nach dem Eingriff besonders natürlich an. Auch optisch fügt sich das Ergebnis harmonisch in die bestehende Körperform ein. Das Risiko von Fremdkörperreaktionen ist praktisch ausgeschlossen.
Kombination aus Brustvergrößerung und Körperformung
Ein wesentlicher Vorteil des Fetttransfers liegt darin, dass zwei ästhetische Ziele gleichzeitig erreicht werden können. Während die Brust an Volumen gewinnt, werden die Entnahmeregionen konturiert und gestrafft. Diese Kombination wird von vielen Patientinnen als besonders attraktiv empfunden.
Minimale Narben und geringere Belastung
Die Fettentnahme und -injektion erfolgen über sehr kleine Zugänge. Sichtbare Narben sind in der Regel kaum vorhanden. Zudem entfällt bei dieser Methode die Implantattasche, was den Eingriff insgesamt weniger invasiv macht.
Wichtige Überlegungen und Einschränkungen
Trotz ihrer Vorteile ist die Brustvergrößerung mit Eigenfett nicht für jede Patientin geeignet. Es gibt klare medizinische und anatomische Grenzen, die im Beratungsgespräch berücksichtigt werden müssen.
Begrenztes erreichbares Volumen
Mit Eigenfett lässt sich in der Regel nur eine moderate Volumenzunahme erzielen. Patientinnen, die sich eine deutliche Vergrößerung wünschen, sind häufig besser mit Implantaten beraten. Der Fetttransfer eignet sich vor allem für dezente, natürliche Veränderungen.
Notwendigkeit mehrerer Sitzungen
Da ein Teil des transplantierten Fetts vom Körper wieder abgebaut wird, kann es notwendig sein, den Eingriff in mehreren Sitzungen zu wiederholen. Dies ist kein Zeichen eines Misserfolgs, sondern ein biologischer Prozess, der einkalkuliert wird.
Abhängigkeit vom Körperfettanteil
Für den Fetttransfer muss ausreichend Spenderfett vorhanden sein. Sehr schlanke Patientinnen verfügen unter Umständen nicht über genügend Fettreserven, um die Methode sinnvoll anwenden zu können.
Medizinische Beratung als entscheidender Faktor
Die Entscheidung für eine Brustvergrößerung mit Eigenfett sollte immer auf einer ausführlichen fachärztlichen Beratung basieren. Dabei werden Erwartungen, anatomische Voraussetzungen und medizinische Aspekte sorgfältig geprüft. Nur so lässt sich feststellen, ob diese Methode individuell geeignet ist.
Spezialisierte Einrichtungen wie das Aesthetic Centrum Hannover verfügen über die notwendige Erfahrung, um Patientinnen fundiert zu beraten und den Fetttransfer technisch präzise durchzuführen.
Langfristige Ergebnisse und Haltbarkeit
Das dauerhaft einheilende Fett bleibt in der Brust langfristig erhalten und verhält sich wie normales Körperfett. Gewichtsschwankungen können daher auch das Ergebnis beeinflussen. Bei stabilen Lebensgewohnheiten ist das Resultat jedoch dauerhaft und natürlich.
Sachlicher Abschluss
Die Brustvergrößerung mit Eigenfett nutzt Fett aus gezielt ausgewählten Körperzonen wie Bauch, Hüften oder Oberschenkeln, um die Brust auf natürliche Weise zu formen und zu vergrößern. Der Erfolg dieser Methode hängt entscheidend von der Qualität des entnommenen Fetts, der präzisen Aufbereitung und der fachgerechten Injektion ab. Bei realistischen Erwartungen und sorgfältiger Planung stellt der Fetttransfer eine überzeugende Alternative zu Implantaten dar, die natürliche Ästhetik und Körperharmonie in den Mittelpunkt stellt.


